Kategorie: Gitarren
Veröffentlicht am 19. Juli 2009 Zugriffe: 13578
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Gitarren gibt es in vielen Formen, von vielen Herstellern, in den unterschiedlichsten Qualitäten und Ausführungen.

Natürlich weise ich darauf hin, nur einen kleinen Einblick in den heutigen Markt gewähren zu können. Es ist unmöglich an dieser Stelle, die Instrumente von allen bekannten und guten Herstellern zu beschreiben.

Ich beschränke mich auf die Hersteller, die schlussendlich dazu beigetragen haben, dass die Gitarre zu dem werden konnte was sie heute ist. Ich werde die drei grössten und bekanntesten Gitarrenhersteller, nämlich Fender, Gibson und Martin kurz beschreiben. Die Links dazu findest Du in der Navigation auf der linken Seite.

Jeder berühmte Gitarrist hat Fender- Gibson oder Martin Gitarren gespielt und diese Instrumente sind auch heute noch die beliebtesten mit höchstem Marktwert und sie haben beinahe keinen Wertzerfall.

Bei den Elektrogitarren werden im Blues vielfach Gitarren von Fender, Gibson und Martin eingesetzt. Die klassischen Bauformen, der bekannte Ton und die Verarbeitung von solchen Instrumenten hat sich über jahrzehte bewährt und etabliert. Die bekanntesten unter ihnen sind sicher, die Fender Stratocaster, die Gibson Les Paul oder die SG und natürlich die Fender Telecaster im Bereiche der elektrischen Gitarren.

Die bekanntsten Bauformen. Eine Fender Stratocaster, eine Gibspn Les Paul. eine Gibson SG Standard und eine ES. Günstige Gitarren gibt es von Fender, die Mexico und von Gibson, die Epiphone Instrumente. Ein modifiziertes Bild.

Bei den Akustikgitarren hat sich Martin etabliert. Trifft man meistens für den Blues die etwas kleineren Bauformen, wie die Martin Modell 000 oder die noch kleinere 00 an, sind es im Country eher die Dreadnought Gitarren. Es sei an dieser Stelle auch noch die Auditorium erwähnt.

Die kleineren Bauformen haben den Vorteil, dass sie einen etwas perkussiveren Ton von sich geben, welcher dem Blues zugute kommt. Dazu trägt auch der Halskorpusübergang, der oftmals schon am 12ten Bund statt findet und nicht erst beim 14ten, dazu bei. Durch die so erreichte kürzere Mensur schwingen die Saiten nicht so lange nach. Auf solchen Instrumenten werden oft Fingerstyle-Techniken angewendet. Selbstverständlich werden auch die normalgrossen Dreadnought Gitarren im Blues verwendet.

Instrumente in dieser Qualität, kauft man am besten im Fachhandel, welcher über eigene Werkstätten verfügen und die das nötige Knowhow haben, um mit wertvollen Instrumenten umgehen zu können. Gerade Gitarren haben eine gewisse Eigendynamik, da sie ja aus Hölzern gefertigt  sind, welche sich verziehen könnten. Also Gitarren muss man einstellen, pflegen und hegen. Da ist man froh, wenn man einen ehrlichen Ansprechpartner hat, um sein Instrument zu warten.

Günstige Gitarren für den Einsteiger

Ich persönlich empfehle für den Einstieg in das Gitarre spielen Instrumente von Fender aus der Mexiko Produktion wenn es eine neue sein soll oder sie einfach günstig sein muss. Diese sind sauber verarbeitet, kann man oft schon für ca. 400.- bis 500.- Sfr. als Occasionen erwerben und sie lassen sich zum Beispiel mit besseren Tonabnehmer leicht zu guten Instrumenten modifizieren. Neue Mexiko Fenders erhält man ab 700.- Sfr. Natürlich muss man wissen, das Mexiko Gitarren nicht zu vergleichen sind mit den Fender USA und auch nicht mit Fender oder Squier Made in Japan.

Noch viel besser ist es, wenn man an eine Fender oder Squier Made in Japan herankommt, die man für 500.- bis 1200.- Fr. bekommen kann. Dann hat man wirklich ein Topinstrument mit bestem Fender - Sound. Die besten Jahrgänge kamen zwischen 1982 und ca. 1995 auf den Markt. Je älter desto besser, sagt man, jedoch muss das nicht unbedingt sein. Kauft man ein solche Gitarre, zum Beispiel bei Ricardo, ist man klar im Vorteil, wenn man das Instrument anschauen geht mit jemandem der die Materie kennt. Fender Japan verlieren den Wert kaum. Teure neue USA verlieren den Wert und die Mexiko natürlich auch. Eine Mexiko die neu 750.- gekostet hat, bringt man dann für 400.- Fr. wieder weg. Hat man eine Japan Fender E-Serie 1985 zum Beispiel für 800.- Fr. gekauft, bringt man die auch wieder für soviel weg. Sie gelten bereits als "Vintage" Gitarren und sind immer mehr gesucht. Die Gesuchtesten sind die "JV" Serien. Das ist dann "Strat" vom feinsten.

Möchte man eher eine Gitarre im Gibson Style erwerben, weise ich auf Epiphone Instrumente hin. Epiphone gehört mittlerweile Gibson und diese Instrumente sind sehr gute Kopien von Gibson und gleichen diesen Modellen. Man bekommt Les Paul Modelle ab ca. 800.-. Eine alternative sind Kopien aus den 80er Jahren von Greco, Tokai, Fernandes usw. Zum Teil Clone' s in erstklassiger Ausführung mit sehr gutem Sound und Verarbeitung, ich habe solche "anfassen" dürfen, bei denen ich den Mund kaum mehr schliessen konnte.

Bei den Akustik Gitarren haben sich im Einsteigermarkt Instrumente von Seagull sehr bewährt. Sauber in der Verarbeitung und Ausführung und in verschiedenen Bauformen erhältlich. Preise ab 600.- Sfr.

Es ist nicht zu empfehlen Instrumente aus China Produktion zu erwerben. Die Chinesen können alles, aber Instrumente bauen können sie nicht oder noch nicht. Die Verarbeitung ist zwar gut bis sehr gut, jedoch sind die Instrumente "tod". Sie klingen einfach nicht und werden mit den billigsten Materialien gefertig zu hunderttausenden. Für mich ist das Schrott, oder ich hatte noch nie eine in den Händen, bei der ich von etwas anderem überzeugt wurde.

Gerade der Anfänger sollte ein gutes Instrument zur Hand haben, damit ein eventuelles scheitern nicht durch ein schlechtes Instrument mitbeeinflusst wird.

Geschrieben von René Grüter

Musikauktionen

Squier JV und Fender JV Gitarren. Die Informations-Website für Fender Made in Japan Gitarren. Alles Wissenswerte zum Thema.

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